Wenn Sie schon einmal an einem Mittwochabend den Kühlschrank geöffnet haben und spüren mussten, wie sich Ihr Magen zusammenzieht…
Wenn Sie schon einmal ratlos dagestanden haben – einen Beutel schleimigen Spinat in der Hand, verschimmelte Erdbeeren im Fach, ein Hähnchen, das bereits unangenehm riecht …
Wenn Sie alles in den Müll geworfen und drei Tage später genau dieselben Produkte wieder gekauft haben…
Wenn Sie schon einmal diese dumpfe Mischung aus Wut und Scham gespürt haben, als Sie dieselbe Mahlzeit zweimal bezahlt haben – einmal an der Kasse, ein zweites Mal in der Mülltonne …
Dann erklärt Ihnen das, was Sie gleich lesen, vielleicht endlich, warum sich das ständig wiederholt … und wie Sie damit Schluss machen.
Aber ich muss Sie warnen.
Was Sie gleich erfahren, wird Sie wütend machen.
Denn die Lösung schlummert seit 1974 in den Küchen französischer Restaurants.
Und kaum jemand ist je auf die Idee gekommen, anderen davon zu erzählen.
Mein Name ist Katharina.
In den vergangenen Jahren habe ich mit Lieferanten der Gastronomie zusammengearbeitet und Profiküchen in ganz Deutschland und Frankreich besucht. Und mir fiel immer wieder dasselbe auf …
Restaurants kaufen riesige Mengen frischer Lebensmittel ein.
Sie verarbeiten zehnmal so viel Ware wie eine gewöhnliche Familie.
Und ihre Mülltonnen sind fast leer.
Zu Hause hingegen kaufen Familien vernünftige Mengen ein … und erzeugen trotzdem 74,5 Kilogramm Lebensmittelabfälle pro Person und Jahr. So beziffert es das Umweltbundesamt (Daten für 2022, veröffentlicht vom Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat): Rund 10,8 Millionen Tonnen landen in Deutschland jedes Jahr im Müll – 58 % davon in privaten Haushalten.
Allein der Wert der vermeidbaren Abfälle wird auf rund 200 € pro Kopf und Jahr geschätzt. Für einen Vier-Personen-Haushalt sind das laut Verbraucherportal Bayern rund 800 bis 900 € – jedes Jahr.
Ich dachte, es sei einfach eine Frage der Organisation. Oder besserer Kühlschränke. Oder der Disziplin – schließlich trennen wir in Deutschland unseren Müll, bringen Pfandflaschen zurück und planen den Wocheneinkauf.
Da lag ich falsch.